Furioses Finale des Piazza-Festivals im GewerbePark mit der „Spider Murphy Gang“

8 08 2018

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“Der Stimmungsknaller kommt immer zum Schluss…“, schrieb Angelika Lukesch in ihrer MZ-Kritik „Der Zauber wirkt und wirkt“ (8. August 2018). Die Rede war vom furiosen Finale des Piazza-Festivals im Gewerbepark Regensburg, wo die „Spider Murphy Gang“ im Rahmen ihrer Tour zum 40jährigen Bühnen-Jubiläum ein Hit-Feuerwerk zündete und es – wohlgemerkt an einem Montagabend! – vor mindestens 1700 singenden und tanzenden Fans krachen ließ. Mit „Rock´n´Roll-Schuah“, „Autostopp nach Schwabing“, „Wo bist Du?“, „Schickeria“, „Skandal im Sperrbezirk“ uvm.
Gut eingestimmt hatten das Publikum zuvor die „Kickstarters“ aus Augsburg. Mit Zugaben der „Gang“ bis hin zur Hymne „Bayrische Band“ endete dann die von Power-Concerts organisierte Open-Air-Serie, die mit mehreren ausverkauften Abenden insgesamt um die 13 000 Gäste anzog. Schon früh am Morgen nach der gut zweistündigen SMG-Show war die Bühne vor der Glasrotunde abgebaut und der großzügige Platz für die rund 6000 Mitarbeiter/-innen und täglich 16 000 Besucher am zentralen Regensburger Standort für Büro, Dienstleistung und F&E (380 ansässige Firmen/Institutionen) wieder frei. Bis zum nächsten Highlight…



Zehn Jahre AVL im Gewerbepark – von 0 auf mehr als 400 qualifizierte Jobs

23 07 2018

AVL-Gründer Prof. Dr. H. List (Mitte) mit den Regensburger Managern A. Angermaier (l.) und Dr. G. Schwab

Mit Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und weiteren Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, Unternehmensgründer Prof. Dr. Hans List und nicht zuletzt mit vielen Gästen aus den Reihen der Belegschaft feierte die AVL Software & Functions GmbH unlängst ihr zehnjähriges Bestehen in Regensburg. Die Jubiläumsveranstaltung in einem festlich geschmückten Zelt beim Technologiezentrum im Gewerbepark Regensburg stand unter dem Firmenmotto: Why not! Move different. Und es gibt gute Gründe zum Feiern: Innerhalb von nur zehn Jahren wurde die Zahl der Arbeitsplätze von Null auf mehr als 400 hochgefahren. Wobei das stetig expandierende Automotive-Unternehmen praktisch durchweg hochqualifizierte Ingenieure und Techniker einstellt.

Anfangs nur ein Tisch und zwei Stühle

Die erfolgreiche Regensburger Tochter der AVL List GmbH (Stammsitz Graz/Österreich) ist Teil des weltweit größten, unabhängigen Unternehmens für die Simulation und Prüftechnik von Antriebssystemen und wurde im Juni 2008 unter der Leitung von Dr. Georg Schwab und Dr. Wolfgang Schelter gestartet. Diese Anfänge in Ostbayern waren noch von einer sehr bescheidenen Ausstattung geprägt: Für die ersten Vorstellunggespräche hatte man lediglich ein kleines Büro im Gewerbepark angemietet, schlicht möbliert mit einem Tisch und zwei Stühlen. „Es wehte ein Start up-Spirit in den Räumen der AVL Software & Functions“, erinnert sich Dr. Georg Schwab, Geschäftsführer der AVL SFR. Dank der hohen Einsatzbereitschaft und Kreativität der Mitarbeiter/-innen sei das Unternehmen aber zügig zu dem geworden, was es heute ist: Ein erfolgreicher Entwicklungspartner, der hohes Ansehen in der Industrie genießt.

Projekte entwickeln immer mehr Schub

Vor allem im Zuge der technologischen Transformationsprozesse in der Automobilindustrie ist in den zurückliegenden drei Jahren mächtig Schub in die Projekte der AVL gekommen, womit selbst das erst 2015 eingeweihte Entwicklungscenter nahe der Grün- und Wasser-Landschaft im Gewerbepark unerwartet schnell wieder zu klein wurde. Inzwischen arbeiten mehr als 400 Mitarbeiter aus 35 Nationen mit Hochdruck an innovativen Lösungen und es werden laufend neue, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Der Fokus liegt auf technologisch führenden Software- und Systemlösungen für eine intelligente, umweltverträgliche Mobilität sowie der Entwicklung und Integration intelligenter Elektronikkomponenten und -systeme. „Letztlich ist ein so enormes Wachstum nur durch das hohe Vertrauen seitens unserer Kunden möglich“, so das Management. „Über diese Anerkennung der gemeinsamen Arbeit freuen sich unsere Teams sehr.“

www.avl.com

 

Im Bild: AVL-Gründer Prof. Dr. Helmut List (Mitte) mit den Regensburger Managern Anton Angermaier (l.) und Dr. Georg Schwab



Jazzweekend startet mit Trip zwischen erdigen Klangfarben und stellarem Jazz

10 07 2018

Markus Schieferdecker_Asteroid7881


Interpreten aus
Schweden, Deutschland, dem Iran und weiteren Ländern spielen beim Opening auf der Piazza im Gewerbepark Regensburg

Die Tage alter Musik und das Bayerische Jazzweekend – damit punktet Regensburg nachhaltig bei Zehntausenden von Besuchern, fasziniert von Musik mit Anspruch und der Atmosphäre der Welterbe-Stadt. Den Auftakt des viertägigen Fests kann man auch heuer wieder auf der Piazza im Gewerbepark Regensburg kostenlos miterleben. Am Donnerstag, 19. Juli, ab 17.30 Uhr stimmt das Jazzinstitut gemeinsam mit dem Management des Standorts (rund 380 Unternehmen/6000 Arbeitsplätze) das Publikum mit ausgewählten Interpreten auf das extralange Musikwochenende ein.

The Freedoms Trio, Schweden
Steinar Aadnekvam, 1984 im norwegischen Bergen geboren, gilt als einer der spannendsten Gitarristen der skandinavischen Jazzszene. Er stammt aus einer Familie fahrender Händler und hielt sein erstes Instrument mit vier Jahren in Händen. Viel unterwegs im Norden, aber auch in Italien oder Luxemburg, wurde das Instrument zum Begleiter in einsamen Stunden. Meist greift er zur Akustik-, gern aber auch zur E-Gitarre. Schon als Neunjähriger begann er zu komponieren, wobei die anfänglichen Vorbilder Presley, Prince oder Jackson bald durch Charlie Parker, John McLaughlin, Miles Davis oder Egberto Gismondi abgelöst wurden. Heute überlagern sich Jazz, Rock, Funk und orientalische Fragmente, konstruiert oder „verkopft“ wirken die Songs aber nie.
Aadnekvam hat seine Technik – oder besser: sein Feeling – am Royal College of Music in Stockholm mit renommierten Lehrern verfeinert. Zugleich prägten Weltmusik-Einflüsse von Asien bis Südamerika sein Spiel. 2009 wurde Steinar für den „Young Nordic Guitarist Award“ nominiert und 2010 erschien „Simple Things“ – von schwedischen Kritikern zu den Jazz-Alben des Jahres gezählt. Mit seinen Freunden – Bassist Rubem Farias (Brasilien) und Schlagzeuger/Sänger Deodato Siquir (Mosambik) – steht er in Clubs ebenso auf den Bühnen wie bei großen Festivals in Nordeuropa. Sein aktuelles Set „Freedoms Trio II“ präsentiert Aadnekvam auch in Deutschland und Österreich.

Markus Schieferdecker: Asteroid 7881
Was ist schon ein Pflasterstein auf einem Boulevard in Los Angeles gegen einen Himmelskörper?  Markus Schieferdecker kann auf einen Urahn verweisen, nach dem ein Asteroid getauft wurde. Der  Planetoid 7881, der auf keplerschen Bahnen die Sonne umkreist, ist benannt nach dem Barock-Kirchenmusiker, Organisten und Komponisten Johann Christian Schieferdecker (1679 -1732), Zeitgenosse von Bach und Nachfolger von Dietrich Buxtehude. Markus Schieferdeckers Projekt Asteroid 7881 „spielt“ mit diesem fernen Bezugspunkt. Mit auf den musikalischen Trip gehen Pianist Victor Gould, Trompeter Julian Wasserfuhr und der Schweizer Drummer Joris Dudli.
Der gebürtige Nürnberger Schieferdecker, der in Köln lebt, begann seine „Laufbahn“ als Student am Meistersinger Konservatorium. Weitere Stationen waren die Musikhochschulen Würzburg und Köln. Sein Debüt „Stereo Society“ (Kevin Hays, Klavier, und Bill Stewart, Schlagzeug) erhielt viel Beifall.
Klassische Musik, „stellarer“ Jazz und ein fiktiver „Dialog“: Die Weekend-Gäste erleben eine  spannend-unterhaltsame Reise zwischen zeitgenössischen Klangwelten und dem Kosmos barocker Musik. Neben Eigenkompositionen prägen thematisch passende Standards wie „Moon and Sand“, „Solar“ (Miles Davis) oder „The Red Planet“ (Eric Dolphy) die Auftritte der Formation.

Rouzbeh Asgarian Band
Seine Ausbildung begann im Alter von 13 Jahren an der klassischen Gitarre. „Own Style“ hieß dann programmatisch die erste Band. Mit zunächst regionalen Gigs schaffte er es ins Vorprogramm von „Halloween“. 2004 stand dann seine Rouzbeh Asgarian Band, die nur Songs des Gründers spielt. Dabei verschmelzen seine Riffs auf der E-Gitarre und der Trompeter-Sound von Florian Esch mit den Farbtupfern von Arman Sigarchi, der mit dem Hackbrett-ähnlichen Santoor sowie seiner Oud authentische Melodien einbindet. Die rhythmische Struktur prägen Bassist Stefan Rey, Schlagzeuger Richard Münchhof und Percussionist Memet VefaYamalaki.
Parallel wirkt der Gitarrist international in vielen Bands und Projekten mit. So trat er beispielsweise mit der persischen Musiklegende „Mansour“ auf allen Kontinenten in ausverkauften Stadien auf. Auch mit Joe Cocker, David Bisbal oder „Outlandish“ (Nr. 1-Hit „Aicha“) hat er gearbeitet.
Rouzbeh Asgarian „baute“ seinen Bachelor of Music (Hauptfach Jazzgitarre) am Konservatorium Maastrich, lernte bei Jan Formanoy, Norbert Scholly, Prof. Frank Haunschild, Adam Nussbaum, Frank Wingold, Dave Liebman, John Abercrombie und Mike Stern (beide New York). Mit den Produktionen „In Between“ (2006, David Records) und „Waiting“ (2014, Neuklang) tourte die Band intensiv: USA, Canada, Australien, Dubai, Schweden, Holland, Österreich, Dänemark, Norwegen, Irland, England…

Am zentralen Dienstleistungsplatz der Region mit täglich 16 000 Besuchern kann man diese Bands,  ausgewählt mit dem Jazzinstitut (Sylke Merbold, Uli Schwarz) als Weekend-Intendanz, live erleben. Die Piazza am Schnittpunkt Donaustaufer/Lechstraße ist problemlos zu erreichen und im Umfeld stehen 3500 kostenlose Parkplätze bereit (Anfahrts- und Lageplan unter: www.gewerbepark.de).



Der Malwettbewerb entdeckt und motiviert seit 50 Jahren junge Talente an Schulen

13 06 2018

Eröffnung Malwettberwerb 1978

 

Mit der Preisverleihung am 13. Juni begann die Jubiläumsausstellung im Donau-Einkaufszentrum Regensburg / Ein eigenes Logo zum Geburtstag

1968 trieb die Polizei in Berlin protestierende Studenten auseinander, während in Vietnam Napalm-Bomben fielen. Die dramatischen Bilder wurden in der Bonner Republik erstmals in Farbe ausgestrahlt, als Kanzler Willy Brandt mit einem symbolischen Knopfdruck die neue TV-Ära startete…

Während die meisten Deutschen zunächst allerdings noch in Schwarzweiß-Röhren schauten, überraschten die Teilnehmer/-innen beim ersten Wettbewerb „Regensburger Jugend malt und zeichnet“ das regionale Publikum mit einer Fülle an Kreativität und Farben. Die europaweit einmalige Aktion, von den damaligen Geschäftsführern im Donau-Einkaufszentrum Regensburg, Dr. Johann und Max Vielberth, ein Jahr nach der Eröffnung des Shopping Centers gemeinsam mit Rupert D. Preißl (Vorsitzender Berufsverband Bildender Künstler/BBK), dem Kulturamt der Stadt, kunstsinnigen Kaufleuten und engagierten Pädagogen ins Leben gerufen, entfaltete eine nachhaltige Wirkung.

„Damals waren keineswegs alle Schulen sofort begeistert“, erinnerte sich Mentor Max Vielberth bei einem Interview für den kommenden „Regensburger Almanach“. „Es hat natürlich einen gewissen Druck auf die Kunsterzieher erzeugt, die Ergebnisse aus ihrem Unterricht gegenüberzustellen.“ Doch die positiven Stimmen und Effekte überwogen bei weitem. Im Rückblick ist Vielberth stolz auf die Qualität und Vielfalt, die der Wettbewerb seit Jahrzehnten offenbart. Es sei schön, dass er – oft spontan – immer wieder von ehemaligen Teilnehmern und Gewinnern  angesprochen werde.

Unzählige Schüler wurden aktiv in das kulturelle Leben eingebunden, Generationen von Eltern für den Wert der Kunsterziehung sensibilisiert, Millionen von Ausstellungsbesuchern angesprochen. „Es gab und gibt immer wieder Versuche, ähnliche Veranstaltungen ins Leben zu rufen, aber die Konstanz und breite Resonanz des Wettbewerbs wurden nie erreicht“, resümierte der frühere Center-Manager Gerd Temporale, der die Aktion Jahrzehnte lang begleitet hat, während Claudia Graf als engagiertes Jurymitglied in der Doku Kunst im DonauEinkaufsZentrum 1967 – 2017 “ schrieb: „Unumstritten ist der positive Einfluss des künstlerischen Gestaltens auf die seelische und geistige Entwicklung. Die Teilnahme am Wettbewerb motiviert zu einer eigenständigen künstlerischen Tätigkeit ab dem Grundschulalter, in dem die Chancen für die kreative Entfaltung besonders groß sind. Er bietet jedem Jugendlichen die Möglichkeit, seine Arbeit öffentlich dort zu präsentieren, wo schon Werke weltberühmter Künstler wie Picasso, Munch, Barlach oder Flora gezeigt wurden – ein Erfolgserlebnis, welches Ansporn ist und zur Steigerung des Selbstbewusstseins wie des Interesses an der Kunst beiträgt…“

„Das Niveau der künstlerischen Arbeiten ist immer wieder frappierend und beweist, dass es nicht an Talenten an unseren Schulen mangelt. Wohl aber an einem ausreichenden zeitlichen Rahmen für die musische Bildung“, bringt Center-Geschäftsführer Thomas Zink ein zentrales, heute eher noch dringlicheres  Anliegen der Initiative auf den Punkt.  „Umso mehr müssen wir uns für den Einsatz der Kulturpolitik, der Kunsterzieher quer durch unsere Schullandschaft und nicht zuletzt der ehrenamtlichen Jury bedanken. Dies gilt ebenso für die Vereinigung der Kaufleute im Donau-Einkaufszentrum e. V. Sie hat – über das ideelle Engagement hinaus – die Veranstaltung über ein halbes Jahrhundert hinweg mit rund 750 000 Euro gefördert.“

Höchste Zeit also für ein eigenes Logo: Bei dem hierfür ausgeschriebenen Wettbewerb sicherten sich Annastasia Hochmuth (Q 12 am Albertus-Magnus-Gymnasium), Cleo Fleischer (Q 12 am Von-Müller-Gymnasium) und Emily Thürmel (8. Klasse der Montessori-Schule Regensburg) die ersten drei Plätze.

Insgesamt wurden 2018 rund 5000 Beiträge eingereicht. 1200 Arbeiten wählte die Jury bei mehreren Bewertungsrunden für die Präsentation vom 13. bis 30. Juni vor großem Publikum im Donau-Einkaufszentrum Regensburg aus. Besonders freuen können sich 163 Preisträger/-innen, deren Können mit Einkaufsgutscheinen und erstmals auch mit persönlichen Urkunden belohnt wird.

Mit welcher Energie und Phantasie viele ans Werk gehen, zeigt das für das Jubiläumsplakat ausgewählte Motiv von Johanna Mirl. Sie besucht die Klasse 1 c der Hermann-Zierer-Grundschule (Obertraubling), holte sich also schon im ersten Schuljahr diese besondere Anerkennung. Das passt ins Gesamtbild, denn die meisten ausgezeichneten Beiträge kommen aus den Klassen 1 – 4.

Zur Preisverleihung mit Rundgang durch die Ausstellung sprach Bürgermeister Jürgen Huber das Grußwort. Untermalt wurde das Finale von der Bigband des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums (Regensburg) und des Regental-Gymnasiums (Nittenau) unter Leitung von Barbara Vielberth-Bär.

 

Die Jury 2018:

Ludwig Bäuml, Vorsitzender Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Niederbayern/Oberpfalz Karin Cabarth, Kunsterzieherin, Staatliche Realschule Neutraubling Gisela Conrad, BBK Claudia Graf, Kunsterzieherin Verena Graf, Lehrerin, Mittelschule a. d. Weinbergstraße, Neumarkt Ulrike Heß, Kunsterzieherin, Von-Müller-Gymnasium Rosa Hutterer, StRin, Konrad-Mittelschule Julia Knorr, Fotografin Helmut Knyrim, Kunsterzieher, Galerist Franz Kreuzer, Kunsterzieher Ingrid Lachauer, StRin, Albert-Schweitzer-Realschule Maria Lindner, OstRätin, Gymnasium Neutraubling Maresa Müller, Kunstgeschichtlerin/Kunsterzieherin Elisabeth Neft, Kunsterzieherin Margaritha Ruckdäschel, Kunsterzieherin Dr. Herbert Schneidler Georg Tassev, BBK Gerd Temporale Peter Tezzele, Kunsterzieher Uta Weidinger Julia Wolff, Kunsterzieherin, Realschule Obertraubling Renate Zimmerer, Kunsterzieherin



Beim Nürnberger FunRun bleibt der Spaß am Sport nie auf der Strecke

8 06 2018

Die Resonanz wächst von Jahr zu Jahr und die Organisation läuft perfekt: Nur eines liegt nicht in der Macht des Teams um Südwestpark-Geschäftsführer Daniel Pfaller: das Wetter. Heuer hatten die FunRunner richtig Glück: Während es andernorts schüttete und auch über Nürnberger Stadtteilen Gewitter aufzogen, fielen beim Start im Südwestpark gegen 18 Uhr nur harmlose Tropfen. Doch egal, ob die Sonne glüht oder Petrus grollt – nass werden die Aktiven sowieso.

Mit rund 2400 Teilnehmer/-innen vom dreijährigen Marathon-Anwärter bis zum austrainierten Profi war der FunRun am Donnerstag, 7. Juni, im grünen Nürnberger Business Park ausgebucht. Damit stand schon vorab ein neuer Rekord fest, obwohl bei dem beliebten Lauftreff nicht Höchstleistungen, sondern der gemeinsame Spaß am Sport, die Kontaktpflege und die Unterstützung sozialer Initiativen die Hauptziele sind.

Foto: Juergen Friedrich, Germany,   Motiv:                Beschreibung:

Diese gute Stimmung prägt alljährlich auch das Sommerfest unter Baumkronen rund um Start und Ziel mit Gästen aus der gesamten Region: Da es abends trocken blieb, brachten die „Motor City Monkey Hunters“ auch viele auf die Beine, die anderen auf der Strecke souverän den Vortritt ließen… (alle Teilnehmer- und Platzierungslisten unter www.funrunsuedwest.de).



2. und 3. Juni: Wieder Street Food-Festival am See im Gewerbepark Regensburg

24 05 2018

2017-07-01 - StreetFood Festival - Fotos Du (33)

Wer Lust auf einen kulinarischen Trip durch exotische Länder hat, der sollte sich den 2. und 3. Juni vormerken. Da fahren wieder Street Food-Trucks am See im Gewerbepark Regensburg ihre Woks und Grills auf, um Gästen aus der Region internationale Spezialitäten nahezubringen. Zwei Tage lang kann man schlemmen und nebenbei natürlich auch die Gastronomie an der Grün- und Wasserlandschaft sowie der Piazza kennenlernen. Und wer sich da ein paar Kalorien zu viel holt, trainiert sie beim nächsten Abstecher in der Boulderwelt, beim Bowling oder in der Kick-Arena einfach wieder ab.

Bereits im Vorjahr  gab es Schlangen beim Street Food-Festival – aber nur vor den Ständen. Afrikanisch, asiatisch, amerikanisch oder doch lieber anatolisch? Knusprige Spieße vom Grill, die gut gegarte Portion vom Bullen, zwischendurch vegan und danach Creme oder Crêpes, Früchte, Frozen Joghurt oder Eis…? Am besten von allem etwas!

Auffahren lässt die Trucks der Veranstalter  www.walhallastreetfoodfestivals.de, der das Publikum bundesweit vom Diätplan abbringt. „Was gut war, kommt 2018 zurück. Natürlich wieder bei freiem Eintritt. Bereits zum dritten Mal findet das Original Street Food Festival Regensburg am Samstag/Sonntag, 2./3. Juni, statt. Mit dem Gewerbepark Regensburg haben wir einen sehr guten Standort gefunden. Parkplätze sind genügend vorhanden“, so die Organisatoren aus Breitenbrunn. „Ihr könnt völlig relaxt an mehr als 40 Food Trucks und Garküchen mit Gerichten aus aller Welt schlemmen. Für Abwechslung ist hier mehr als reichlich gesorgt.“

Der grüne Gewerbepark (380 Unternehmen, fast 6000 Arbeitsplätze und bis zu 16 000 Besucher pro Tag) ist dank der optimalen Verkehrsanbindung aus der gesamten Region schnell zu erreichen (Anfahrtsplan www.gewerbepark.de). Und einer der 3500 kostenlosen Parkplätze ist immer frei.



Sommer-Stimmung auf der Piazza im GewerbePark Regensburg

22 05 2018

Live auf der Piazza

Weekend-Auftakt mit „Jazzin´ Europe“ und zwölf Open Air-Shows von Power-Concerts

Spätestens mit dem Street Food-Festival am ersten Juni-Wochenende wenige Schritte vom See wird der zentrale Dienstleistungsplatz (ca. 380 Unternehmen, fast 6000 Arbeitsplätze) in der Region Regensburg wieder zum Treffpunkt. Und das ist erst der „Vorgeschmack“ auf weitere Sommer-Highlights.

Sobald die WM abgepfiffen ist, steht am 19. Juli das Eröffnungsspiel des Bayerischen Jazzweekends auf der Piazza im GewerbePark an, die locker Platz für 2000 Musikfans bietet. Bei einem facettenreichen Querschnitt, abgestimmt mit dem Jazzinstitut (Sylke Merbold, Uli Schwarz) als Weekend-Intendanz, kann man sich auf das bundesweit anerkannte Fest der Szene auf den Bühnen der Welterbe-Stadt einstimmen. Der Auftakt „Jazzin´ Europe“ ist ein beliebter Treffpunkt eines Publikums, das sich offene Ohren für die fein verästelten Strömungen der modernen Musik bewahrt hat. Die Extra-Auswahl aus dem Kreis der 450 Weekend-Bewerber wird kurzfristig publiziert: www.bayerisches-jazzweekend.de bzw. www.gewerbepark.de.

Exakt eine Woche nach dem Jazzabend startet dann das von Power-Concerts arrangierte Piazza-Festival, das mit einem bunten Programm um die 10 000 Besucher auf die Beine bringen dürfte und ebenfalls auf dem besten Weg ist, sich zum festen Termin im Kulturkalender zu entwickeln.

26. Juli, 19:30 Uhr: Wenn jubelnde Zuschauer von den Sitzen aufspringen und „Fürstenfeld“ von „STS“ mitsingen, bei Ambros’ „Skifoan“ die Arme in den Himmel recken oder bei Fendrichs „Macho Macho“ jedes Wortspiel kennen, dann sind sie wohl gerade in einem der ausverkauften Konzerte von „I am from Austria“, der größten Austro-Pop-Show Europas.

27. Juli, 19:30 Uhr: Nach fast fünfjähriger Pause kamen sie zur Erkenntnis, dass der „Süden“ an sich (im Positiven wie im Negativen) nach wie vor ein Thema ist, das die Menschen bewegt und auch von den Künstlern aktuelle Stellungnahmen fordert. Außerdem sind die Freundschaft und die Lust, gemeinsam zu musizieren, nach wie vor so groß, dass sich Werner Schmidbauer, Pippo Pollina & Martin Kälberer wieder für eine Reihe von Auftritten verbünden.

28. Juli, 19:30 Uhr: Das in mehr als 600 Shows gefeierte Programm „Die große italienische Nacht“ der Band „I Dolci Signori“ verspricht südländische Leichtigkeit, Leidenschaft, Romantik, Charisma, Lebenslust… Eine feine Mischung aus Italo-Pop-Klassikern, geschmackvollen Eigenkompositionen aus den erfolgreichen CDs “Attenzione” (2003) “Fermare il tempo”(2009) und der neuen Produktion “Un po`di … noi!” (2014) sowie überraschenden Arrangements der Evergreens wie der aktuellen Hits.

29. Juli, 19:30 Uhr: „Markus Engelstaedter meets Nürnberger Symphoniker“. Dass er es versteht, sein Publikum vom ersten Ton an in den Bann zu ziehen und es auf eine besondere musikalische Reise mitzunehmen, hat der Sänger mit diversen Projekten und Engagements unter Beweis gestellt. Mit seinem neuen Crossover-Programm  „Engelstaedter & Orchestra“ erfüllt er sich einen lang ersehnten Wunsch: die Symbiose mit einem großem klassischen Symphonieorchester.

30. Juli, 19:30 Uhr: Seiler und Speer kennt jeder und mag (fast) jeder. Weltberühmt in Österreich – und vermehrt auch diesseits der Alpen. Mit unterschiedlichen Charakteren von „Hansi Braun“ bis zum legendären „Koda“ sorgte der selbsternannte Komiker Christopher Seiler für einen Hype – erst im Netz, dann auf „realen“ Bühnen. Bernhard Speer ist sein perfekter „Partner in Crime“.

31. Juli, 19:30 Uhr: Mehr als 20 Jahre auf der Bühne, Kontinuität und Erfolg auf allen Ebenen, jede CD ein Bestseller und die Konzerte immer gut gefüllt – dafür stehen „Die Seer“. Legendär sind ihre Heim-Open Airs auf der „Zloam“, der wild-romantischen Naturarena über dem Grundlsee. Bis zu 25.000 Menschen pilgerten an August-Wochenenden schon den Berg hinauf, um die acht Musiker und ihre Gäste zu erleben. Hits wie „Junischnee“ oder die Hymne „Wilds Wossa“ – ließen Tausende mitsingen.

1. August, 19:30 Uhr: Hannes Ringlstetter & Band raten: „Fürchtet euch nicht”. Große Unterhaltung trifft da auf urkomisches Abfeiern der eigenen Bedeutungslosigkeit. Qualtinger meets Fredl Fesl, Gstanzl treffen auf Rock´n´Roll. Und feine Alltagsbeobachtungen auf tiefe Einblicke. Authentischer, purer, ehrlicher, musikalischer und spontaner habe man den Querdenker und Bühnenarbeiter nie erlebt, loben Kritiker. Kein Abend wie der andere; kein anderer kann einen Abend so.

2. August, 19.30 Uhr: Mit dem Set „Pink Floyds The Wall“ lässt das „Atomic Brick Orchestra“ unter Federführung von Gerwin Eisenhauer und Bernd Meyer diese Sternstunde kompromisslos hochleben. Nach der Premiere 2015 bringen Steffi Denk, Lisa Wahlandt und Markus Engelstaedter das Spektakel mit Orchester und Band auf die Bühne der Piazza: als authentische Revue aller Songs von „The Wall“.

3. August, 19:30 Uhr: Es sind überaus lebendig produzierte Songs und grundehrliche Texte, mit denen „EGO“ von der ersten bis zur letzten Note überzeugt. Songs wie „100 %“, in dem Lina so treffend formuliert: „Der Tag singt unsere Lieder, als wär´ ihm heut nichts lieber, und die Stadt sah noch nie schöner aus, zwar nicht New York, aber läuft auf das Gleiche raus…“ 4. August, 19:00 Uhr: Bayern-Rap aus Berlin? Klingt komisch, ist aber logisch. Denn wo gehen Freigeister hin, denen die Provinz zu eng wird? In die Hauptstadt. So haben es auch die Niederbayern George Urkwell und Lef Dutti von „Dicht & ergreifend“ mit „Ghetto mi nix o“ gemacht. Und wie jeder weiß, der mal weg war: Aus der Ferne hat man plötzlich einen anderen Blick auf daheim. Urbayerische Sounds verschmelzen die Mundart-MC´s mit ihrer „Hausmusik“: dem Hip Hop.

5. August, 18 Uhr: Dass eine Karriere im Musikbiz harte Arbeit bedeutet, hat sich herumgesprochen. Ausverkaufte Konzerte, goldene Schallplatten, Echo, Deutscher Fernsehpreis und mit „Meylensteine“ sogar ein eigenes TV Format – das schaffen nur wenige. Gregor Meyle hat all das erreicht. Ende 2016 erschien das fünfte Studioalbum des Backnanger Songwriters mit Hut, Brille und Bart, das ebenso wie die Tournee und Single „Die Leichtigkeit des Seins“ heißt. Special Guest: Jakob Bruckner.

6. August, 19 Uhr: Die „Spider Murphy Gang“ ist abonniert auf das Finale: Den „Skandal um Rosie“ können wohl (nicht nur) mehr Freistaatler auswendig singen als ihre Nationalhymne: „In München steht ein Hofbräuhaus, doch Freudenhäuser müssen raus…“ Party-Power pur – das ist es, was die Fans wollen. Zwei, drei Songs und die Post geht ab. Für mächtig Groove garantiert neben Starkstrom-Gitarrist Barny Murphy auch Willie Duncan, als gebürtiger Schotte in Blickweite der Burg Wolfsegg daheim. Längst könnte die 1977 gegründete Gang ihre Gigs und Hits instrumental präsentieren, denn das riesige Stammpublikum liebt jedes Riff, jeden Refrain, jede Geste. Und irgendwie, irgendwo, irgendwann sind diese Rock´n´Roll-Rituale zum Kult geworden. Kürzlich haben sogar die Megastars von „Metallica“ in der Olympiahalle die legendäre „Skandal“-Nummer gecovert. „Unter 32 16 8…“
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Für angesagte Acts sind schon weit vor den Terminen um die 1000 Tickets weg. Also – rechtzeitig eindecken.



MediPark-Ärzte unterstützen eine „Heimat auf Zeit“ für Kinder und Jugendliche

17 04 2018

Spende_MediPark-Ärzte an Thomas-Wiser-Haus_Foto S. Meßmann

Das Netzwerk rund um das Thema Gesundheit im Gewerbepark Regensburg unterstützt das Thomas-Wiser-Haus in Regenstauf und seine regionalen Wohngruppen mit fast 6500 Euro

Durch Gewalt und sexuelle Ausbeutung traumatisierte Kinder, Mädchen mit teils lebensbedrohlichen Essstörungen, junge Mütter, die eigentlich selbst noch Kinder sind, Familien, die ohne professionelle Beratung nicht mehr zusammenfinden… Auch in unserer wohlhabenden Gesellschaft gibt es viel soziale und seelische Not, wobei oft die Schwächsten die Opfer sind – Kinder und Jugendliche. Ihnen versuchen die Heil- und Sozialpädagogen im Thomas-Wiser-Haus (Regenstauf) zumindest eine „Heimat auf Zeit“ zu geben. Die 18 regionalen Projekte reichen von therapeutischen Wohngruppen schon für die Kleinsten ab zwei Jahren über die laufende Tagesbetreuung für Schüler/-innen bis hin zur Begleitung in ein eigenverantwortliches Leben. Mehr unter www.thomas-wiser-haus.de.

Damit diese Ziele leichter erreicht werden, stellt die Ärzteschaft im MediPark Regensburg 6450 Euro bereit. Das Netzwerk ist bekanntlich der Kern des breit gefächerten Bereichs Gesundheit mit insgesamt 90 Spezialisten im Gewerbepark Regensburg (380 Mietpartner, 5900 Arbeitsplätze). Im Dialog mit dem Management des zentralen Dienstleistungsstandorts setzt sich ein gewähltes Gremium für die Entwicklung des größten privaten Ärztezentrums der Region ein. Stellvertretend für ihren Kollegenkreis überreichte jetzt Dr. Gerhard Ascher als Vorsitzender mit den Beiräten Dr. Erich Gahleitner und Dr. Richard Häusler den Spendenscheck. Vertreten waren auch Gerhard Bosch (Apotheke im Gewerbepark), der gemeinnützige Organisationen für die alljährliche Aktion mit vorschlägt, Roland Seehofer als Geschäftsführer der Gewerbepark Regensburg GmbH, sowie nicht zuletzt Dipl. Soz. päd. (FH) Karl-Heinz Weiß, Geschäftsführer des Stiftungsrats der 1880 gegründeten „Dechant Wiser´ sche Erziehungsanstalt für arme Kinder“.

„Die Oberpfälzer haben dem Stiftungsgründer einst persönlich geholfen“,  so Karl-Heinz Weiß. „Daran hat er sich nach seiner eigenen erfolgreichen Laufbahn in kirchlichen Diensten dankbar erinnert.“ Seitdem stehen vernachlässigte oder misshandelte Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit. Wobei die Wohngruppen und Häuser dezentral organisiert sind, damit die betreuten Kinder nicht aus dem vertrauten Lebensumfeld in große Sammeleinrichtungen umziehen müssen.

Die Erstkontakte zu Betroffenen entstehen meist über die zuständigen Jugendämter oder Ärzte, denen Symptome von Misshandlungen oder Vernachlässigung auffallen. Insgesamt werden inzwischen rund 150 Kinder und Jugendliche betreut. Teils geschieht dies bis zur Volljährigkeit oder darüber hinaus. Rechnet man die Teilzeitstellen um, so sind etwa 120 Helfer/-innen für die Klienten da.

„Die Grundversorgung ist im Regelfall durch Pflegesätze staatlich gesichert, doch jeden Zusatzaufwand bis hin zum Beispiel zu gemeinsamen Ausflügen müssen wir aus Eigen- oder Spendenmitteln abdecken.“ Leider sind die Erträge aus dem Stiftungsvermögen aber sehr knapp bemessen. Der Großteil der Einnahmen resultiert aus der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. „Schon die Spendensumme aus dem MediPark ist höher als unsere jährlichen Pachteinnahmen“, verdeutlichte der Geschäftsführer das Problem. Die 6450 Euro sind demnach mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Die MediPark-Ärzte haben ihr Spendenziel also mit Bedacht ausgewählt. Da die Patienten der Praxen bzw. -Institute aus ganz Ostbayern kommen, sollen auch die Fördermittel über Regensburg hinaus positiv wirken. So flossen 2017 exakt 5355 Euro an den VKKK (Lappersdorf), der Familien mit krebskranken Kindern betreut und zur Optimierung der Aktbehandlung wie der Nachsorge beiträgt. 2016 wurde mit 8270 Euro das Patientenhaus der Leukämiehilfe am Uniklinikum gefördert, während zuvor „Mütter in Not“ oder  „Zweites Leben e. V.“ profitierten. Allein für diese Projekte wurden 30 000 Euro bereitgestellt.

Über ihr eigenes Engagement hinaus möchten die MediPark-Mitglieder nicht zuletzt für die  ausgewählten Initiativen werben. „Wir wollen weitere Spender oder Stifter mobilisieren.“

Spendenkonto: Thomas-Wiser-Haus,  Sparkasse Regensburg,  DE 11 7505 0000 0020 8031 02



„Der frühe Süden“ im verräterischen Spiegel des Fotografen Benno Hurt

16 04 2018

Italien-Motiv Benno Hurt

Rückblende in die 1970er Jahre bei einer etwas anderen „Dia-Schau“: Das Donau-Einkaufszentrum Regensburg hat eine Ausstellungstrilogie mit Fotos aus Italien und Griechenland eingeleitet

Es sind alltägliche, mal verräterische, mal versöhnliche Ansichten irgendwo zwischen Prüderie und Sexismus, zwischen Vitalität und Morbidität: „Die Aufnahmen entstanden in den Jahren von 1975 bis 1980 unter Verwendung von Diafilmen“, so der Regensburger Fotograf und Autor. „Fotografiert wurde mit einer Spiegelreflexkamera, bei der Blende, Zeit und Entfernung eingestellt werden mussten. Die aus Kostengründen beschränkte Anzahl von Diafilmen (je 36 Aufnahmen) führte zu einer bewussten Wahl der Motive. Die 24 x 36 mm großen Abschnitte waren für die Projektion bestimmt und konnten nicht bearbeitet werden. Dies erforderte ein exaktes Arbeiten…“

Neben seinen mit einem Tele aufgenommenen Bildern, die vor allem Personen darstellen, entwickelte der Fotograf seinen typischen „Weitwinkelstil“. Wobei es nicht um eine Ansammlung schöner, stimmungsvoller, aber letztlich beliebiger Motive ging. Mit kritischer Sympathie konstatiert Hurt in Italien die Widersprüchlichkeit, die sich auf Straßen, Plätzen, Häusern, Plakaten, in Landschaften offenbart. Der allgegenwärtige, zur Schau gestellte Sexismus, dem Prüderie und erzkatholische Gesinnung nur scheinbar entgegenstehen, wird zum Thema. Neonfarbene Plastikmüllsäcke vor Plakatwänden mit Todesanzeigen erst kürzlich Verstorbener; ein blutroter Samtvorhang, den man beiseiteschiebt, um in der „Macceleria“ Frischfleisch zu kaufen – man kann darin eine tiefere Bedeutung sehen oder einen leichtfertigen Umgang mit Symbolen. Die Folgeausstellung „Der frühe Süden – Italien“ im Kunstkabinett erlaubt aber auch versöhnliche Einsichten: Gardasee, Venedig, Toskana…

Schnitt: Nirgendwo haben sich Frauen, Männer und Kinder dem Fotografen freundlicher zugewandt als in Griechenland. Dabei sind sie oft umgeben von skelettierten Bauten, von denen man nicht weiß, ob sie gerade hochgezogen oder abgerissen werden. Vieles erscheint versehrt, doch die Menschen fühlen sich offensichtlich wohl. Ein Metalltor, durch das man normalerweise ein stattliches Anwesen betritt, steht in einer verlassenen Landschaft; eine Asphaltpiste, die in der extremen Hitze gelitten hat, grenzt übergangslos ans Meer, wo ein einsamer Sonnenschirm auf die Anwesenheit von Menschen hindeutet; Autos werden, um sie vor der Sonne zu schützen, mit weißen Tüchern zugedeckt; eine schwarz gekleidete, gekrümmte Frau hebt sich ab vom silbern glitzernden Meer…

Nicht wenige der Griechenland-Bilder waren in den 1980er Jahren in Foto- und Kunstmagazinen zu sehen. Konzeptionell zusammengestellt wurden sie nie. Um die Authentizität zu wahren, wurden die 30 bis 40 Jahre alten Fotografien lediglich retuschiert, um kleine Kratzer und Flecken auszugleichen.

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Die Ausstellungsreihe hat am 9. April mit einer Vernissage im Donau-Einkaufszentrum begonnen. Zu sehen sind die Bilder noch bis 21. April. Eine Vernissage im Kunstkabinett in Regensburg läuft seit 13. April, 20 Uhr (bis 15. Mai). Ab 24. April, werden zudem Griechenland-Motive im Restaurant „Leerer Beutel“ und dem Konzertsaal (Jazzclub) gezeigt. Diese Schau begleitet der Regensburger Arbeitskreis Film mit Aktionen.



Verbraucherfreundliche “K(l)ooperation”: Service ohne Grenzen mit Toiletten-Bons

27 03 2018

Gutscheine von Euro Rastpark und Rosenberger gelten jetzt an 36 Standorten in Deutschland und Österreich

Gut zu wissen, wenn Sie unterwegs mal müssen: Der Marktführer bei der Entwicklung privater Autohöfe in Deutschland, die Euro Rastpark-Gruppe mit derzeit 18 Stationen, und die bekannten Rosenberger-Restaurants (18 Standorte) in Österreich, starten eine gemeinsame Service-Offensive. Ab sofort können Toiletten-Bons der Unternehmen diesseits und jenseits der Grenze eingelöst werden. Auch „FIRST by Rosenberger“ im Zentrum Wiens akzeptiert die Gutscheine. Nur „FIRST by Rosenberger“ in Salzburg ist ausgenommen, da bei dieser Station der WC-Besuch ohnehin gratis ist.

Die Aktion kommt gerade rechtzeitig zur Reisewelle an Ostern. Das lästige Sammeln und Sortieren der Gutscheine beim Skifahren oder Wandern, dem Trip in die Urlaubsregionen von Tirol bis Italien oder Lkw-Touren Richtung Südosteuropa hat damit zumindest bei diesen führenden Anbietern endlich ein Ende. „Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Teams in 36 Betrieben an zentralen Knotenpunkten für Transport und Tourismus allen Kunden wieder ein Stück mehr Komfort bieten zu können“, bestätigten Thomas Wollner, Geschäftsführer von Rosenberger, und Johannes Witt, Manager der Euro Rastpark GmbH & Co. KG (Regensburg), ihre Vereinbarung.

Im Sinne der guten Nachbarschaft werden weitere grenzübergreifende Serviceangebote von Berlin bis hin zum Brenner geprüft. „Schließlich muss auch längst keiner mehr umständlich mit DM- und Schilling-Scheinen in der Brieftasche auf die Reise gehen.“