Neues Photovoltaik-Kraftwerk über dem Donau-Einkaufszentrum Regensburg

2 05 2017

Das Photovoltaik-Kraftwerk über den Dächern des Donau-Einkaufszentrums Regensburg Foto Panasonic

„Es ist wirklich eine herausragende Anlage“, bescheinigt der Samos e. V. Die Fachleute des von der Stadt Regensburg unterstützten Solarfördervereins um den 2. Vorstand Wolfgang Wegmann  gratulierten dem Donau-Einkaufszentrum Regensburg angesichts des neu installierten Photovoltaik-Systems (PV/557 kW) auf der markanten Parkspindel dazu, „dass Sie diesen wirkungsvollen und vorbildlichen Schritt als Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung getan haben“.
Diese Anerkennung gilt neben dem Management um Thomas Zink nicht zuletzt dem Leiter der Haustechnik im rund 80 000 qm großen Center, Willi Blößl. Er ist von den Vorteilen der aktuellen PV-Technologie überzeugt – geschäftlich wie privat. Bei durchschnittlich 1030 Sonnenstunden pro Jahr im Regensburger Raum erwartet er, dass die Umwelt ebenso nachhaltig entlastet werden kann wie die interne Kostenbilanz. Der Techniker rechnet mit insgesamt 550 000 kWh für den Eigenverbrauch.
Während der Öffnungszeiten von 9.30 bis 20 Uhr an sechs Tagen pro Woche dürfte der aus der PV-Anlage in das interne Netz fließende Strom praktisch vollständig für Licht, Wärme oder Kühlung verbraucht werden. An betriebsfreien Sonn- und Feiertagen wird die überschüssige Energie über Wechselrichter in die Leitungen des regionalen Versorgers (REWAG) eingespeist und von diesem vergütet. Bereits in der Übergangszeit zum Frühjahr wurden laut Blößl trotz eher ungünstiger Wetter- und Lichtverhältnisse im Mittel Leistungswerte von 240 kW generiert.
Realisiert wurde das PV-System mit integriertem Blitz- bzw. Überspannungsschutz sowie SMA-Wechselrichter hoch über der Stadt. Exakt 2144 Panasonic-Module mit einer Leistung von jeweils 260 Watt montierten Spezialisten auf die neue Überdachung der sechsten Ebene des Center-Parkhauses Nord. Bei 1,66 qm pro PV-Modul ergeben sich Gesamtflächen von 3430 qm.
Dank der Investition von mehr als einer Million Euro können Kunden noch komfortabler shoppen und zugleich davon ausgehen, dass auf den Ladenstraßen zu 140 Shops (indirekt) fast immer die Sonne scheint. Damit schließt sich ein Kreis: Schon bei der erfolgreichen Eröffnung vor 50 Jahren hatte das Pionierprojekt Donau-Einkaufszentrum mit dem Slogan geworben: „Immer Sonnenschein im Laden.

www.donaueinkaufszentrum.de



Donau-Einkaufszentrum feiert Geburtstag: Eine Erfolgsgeschichte – Fortsetzung folgt

3 04 2017

1967 Blick auf das zentrale Bürogebäude

Hier konnte man den Wandel der Handelslandschaft seit der Wirtschaftswunder-Ära „live“ erleben: 1967 eröffnete in Blickweite des Regensburger Welterbes ein innovatives Projekt: das Donau-Einkaufszentrum. Es hat Platz für großflächige Super- oder Fachmärkte in der Nachbarschaft des bunten Mittelstands geschaffen und die Zentralität der einstigen Reichsstadt entscheidend erhöht.  Zugleich entwickelte sich der moderne „Marktplatz“ zum Trendsetter für den Erlebniseinkauf. 50 Jahre nach der Premiere gibt es also gute Gründe zum Feiern, zumal das Haus mit jedem Geburtstag jünger geworden ist. So stuft der deutsche Shopping Center-Report 2016 das Donau-Einkaufszentrum einmal mehr in der Top-Liga ein.

Schon in den kommenden Wochen bedankt sich das Management mit Aktionen für die Treue der Kunden. Rund um den offiziellen Geburtstag (14. September) sollen dann Legenden wie Nazareth, Bonnie Tyler, Uriah Heep und die Spider Murphy Gang spielen. Hier einige Kapitel der Erfolgsstory:

o Mitte der 1960er Jahre wagte Dr. Johann Vielberth mit dem Donau-Einkaufszentrum ein Pionierprojekt: Das zweigeschossige, klimatisierte Shopping Center in Regensburg (damals 125.300 Bürger) zählte zu den ersten dieser Art in der kontinentaleuropäischen Handelswelt.

o Die Grundstücksverhandlungen mit rund 50 Eigentümern in Regensburg-Weichs dauerten gut ein Jahr. Wobei das Vorhaben Landwirten, Gärtnern und Immobilienbesitzern zusätzliche Perspektiven eröffnete, da sich der traditionelle Rettich-Anbau kaum mehr lohnte.

o Nach dem „Wirtschaftswunder“ kam der zunehmend mobilen Konsumgesellschaft ein zweiter Marktplatz nahe der Altstadt entgegen. Am nördlichen Fuß der Nibelungenbrücke verliefen wichtige Buslinien. Zugleich entstanden Hauptverkehrstrassen zum Autobahn-Netz.

o Anregungen holte sich der Bauherr beim US-Architekten Victor Gruen, der zeitgleich ein (noch bestehendes) Center bei Philadelphia plante. Mit dem Regensburger Architekten Manfred Rappel skizzierte Dr. Vielberth dann sein Modell für den mittelständisch geprägten Handel in Deutschland.

o Ab 15. April 1966 legte die ARGE Aukofer, Klug, Riepl und Tausendpfund die Fundamente. Zur Schonung des Grundwassers verzichtete man auf eine Unterkellerung. Vom 20. Juli an montierten sieben Mann Betonfertigteile von Hochtief für den ersten Bauabschnitt (ca. 24.000 qm).

o Im November 1966 wurde Richtfest gefeiert. Mit regionalen Analysen ermittelte der junge Volkswirt die Umsatzpotenziale für Kernsortimente und leitete anhand branchentypischer Umsätze je qm tragfähige Ladengrößen ab. Daran orientierte er sich konsequent bei der Vermietung.

o Die Ladenstraßen waren anfangs 100 m lang und bis zu 17,5 m breit. Damit boten sie auch für Veranstaltungen reichlich Platz. Alle Geschäfte ordneten ihre Türen und Schaufenster nach innen an. Die wetter- und lärmgeschützte „Mall“ wurde mit Bänken, Brunnen, Pflanzen und Kunst ausgestattet.

o An zentralen Punkten etablierten sich führende Adressen. So sprach ein Quelle-Warenhaus am nördlichen Ende Kunden an, während sich „co op“ (Möbel-Discount) südlich an der „Flanierstraße“ ansiedelte. Auch Woolworth baute auf den Center-Slogan „Immer Sonnenschein im Laden“.

o Neue Handelsformen fanden so außerhalb des Welterbes Platz. Autogerechte Durchbrüche im größten mittelalterlichen Stadtkern Deutschlands – z. B. vom Dom zum Haidplatz – unterblieben. Der frühere Kulturdezernent Dr. Boll: „Das Donau-Einkaufszentrum hat die Altstadt vor zerstörerischen Eingriffen bewahrt.“

o Am 14. September 1967 eroberten Kunden aus ganz Ostbayern die Konsum-Landschaft im Sturm: Auf den weitläufigen Parkplätzen standen Käfer und Kadett dicht an dicht. Der Erfolg vom Start weg führte zur raschen Belegung noch verfügbarer Flächen und permanenter Vollvermietung.

o Mit Ausstellungen uvm. war das Donau-Einkaufszentrum ein Trendsetter für den Erlebniseinkauf, mit dem sich heute der stationäre Handel vom E-Commerce abzuheben sucht. Kunden „näherten sich mit der Einkaufstüte in der Hand der Kunst“: Braque, Dali, Hundertwasser, Munch, Picasso…

o Während Skeptiker dem Projekt noch einen raschen Niedergang prophezeiten, liefen bereits Planungen für die Erweiterung an. Die „heiße” Phase folgte ab Januar 1973: Mit Investitionen von 24 Millionen Euro übertraf der zweite Bauabschnitt den ersten um fast 100 Prozent.

o Die genutzte Grundstücksfläche erreichte 105.000 qm, die vermietete Fläche 49.827 und die reine Verkaufsfläche 31.440 qm. An den Ladenstraßen fanden 25 Adressen zusätzlich Platz. Hinzu kam nicht zuletzt eine Kaufhof-Filiale als weiterer Kunden-Magnet.

o Nach der ersten Ölkrise 1973 mit explodierenden Benzinpreisen, autofreien Sonntagen und leergefegten Autobahnen flossen verstärkt Umweltaspekte ein. Die ohnehin begrünten Parkplätze am Center wurden mit mehr als 150 Alleebäumen (Eichen, Platanen, Linden, Ahorn), Büschen und Blumen weiter aufgewertet.

o Von 1978 bis 1980 entstand die „Dominante“ mit getönter Spiegelglasfassade zur Nordgaustraße hin (7930 qm für Verkauf und 3850 qm für Büros/Praxen). Die erstmals dreigeschossige Mall aus Stahl und Glas erlaubte einen Bummel über 500 Meter. 1983 folgte das Parkdeck Süd (1200 Pkw).

o In den 80er Jahren gewann die alte Stadt weiter an Dynamik. Die Uni, qualifizierte Arbeitskräfte, der Wohn-/Freizeitwert und die aufgewertete Infrastruktur überzeugten Weltfirmen wie BMW und Siemens. Die Stadt zählte nun  140.000 Bürger; im engeren Einzugsgebiet lebten 750.000.

o 1990 umfasste die Gesamtfläche 63.000 qm. C & A bereicherte den Mix und die Zahl der Beschäftigten reichte je nach Saison bis zu 2000. Zukunftsanalysen mündeten 1997/98 in neuerliche Investitionen, wobei sich mit dem Ende des Hertie-Vertrags ein neues Gesamtkonzept anbot.

o Vier Warenhaus-Etagen wurden in differenzierte Ladenstraßen umgebaut (Märkte, Shops, Gastro). Parallel erfolgte im laufenden Betrieb und in Nachtschichten die durchgehende Renovierung. Geschliffene Granitböden, Lichteffekte, Edelstahl, Holz und Glas erzeugten einen frischen Look.

o Im Nordwesten dockte ein Neubau (13.000 qm) mit drei Verkaufs- unter drei Parkebenen an. Über eine Parkspindel konnten Autos die Decks (600 Pkw-Stellplätze) begegnungsfrei erreichen bzw. verlassen. Durch ein großzügiges Atrium führten Rolltreppen und ein Panorama-Lift zur Mall.

o Das International Council of Shopping Centers prämierte die Entwicklungsstrategie als vorbildlich. Dass es nie nur um Quantität ging, hatten zuvor bereits der Jean-Louis Solal Award (1992/93) zum 25-jährigen und 1995 der European Marketing Award (für den regionalen Malwettbewerb) belegt.

o Um im dritten Jahrtausend auf Erfolgskurs zu bleiben, nutzte man die Spielräume im kommunalen „Rahmenkonzept für die Entwicklung des Einzelhandels” (1997). Das Szenario sah für das Center mit seiner überregionalen Strahlkraft bis 2005 Verkaufsflächen von rund 55.000 qm vor.

o Im Dialog mit der Stadt (heute 163.000 Bürger) entstanden Ausbaupläne für den Südbereich. Ein mit einem Lichthof angebundener Neubau (7000 qm) bot ab 2003 Platz für Güter des langfristigen Bedarfs mit überregionaler Attraktivität. Über „Saturn“ (Elektronik) startete der Fitness-Club „Die Insel“.

o Am Schnittpunkt mit der neuen Nibelungenbrücke/Nordgaustraße führten die Center-Betreiber den Verkehr nun kreuzungsfrei durch eine Untertunnelung. Zugleich wurde die Holzgartenstraße zur Donau hin verlagert und mit breiten Grünzügen (bis 30 m) abgeschirmt.

o Die Ladenstraßen im Inneren wurden laufend gezielt aufgewertet: mit aktualisierten Sortimenten, attraktiven Portalen und Schaufensterfronten sowie energiesparenden Lichtkonzepten. Die Zahl der Magneten auf insgesamt 80.000 qm für um die 40.000 Besucher an frequentierten Tagen ist größer denn je.

o Praktisch alle Angebote waren barrierefrei erreichbar. Als erstes Haus in Bayern wurde das Donau-Einkaufszentrum Regensburg 2011 mit dem vom Handelsverband Deutschland (HDE) geschaffenen Gütesiegel „Generationenfreundliches Einkaufen“ ausgezeichnet.

o 2016 wurden die Plätze auf der Ebene 6 der Parkspindel überdacht, um Kunden einen noch komfortableren Zugang zu ermöglichen. Neu installierte Photovoltaik-Module (ca. 570 kW) speisten regenerative Energie ins Center-Netz ein und trugen zu überschaubaren Betriebskosten bei.

o Die nachhaltige Philosophie der Gründergeneration wird vom heutigen Management der DV Immobilien Gruppe – Christian Bretthauer, Dr. Lothar Koniarski und Ingrid Zimmerer – ebenso gelebt wie vom Center-Team um Geschäftsführer Thomas Zink und Katharina Spitzner.

o Trotz des vom E-Commerce verschärften Wettbewerbs konnte das Donau-Einkaufszentrum seine Position festigen: Im Vergleich von 400 Häusern („Immobilien-Zeitung“) platzierten Handelsketten das Haus 2016 einmal mehr in der „Bundesliga“. Note: 1,95.

2016 Überdachung der 6. Parkebene



Damit sich „Herzenswünsche“ krebskranker Kinder erfüllen: MediPark-Spende für VKKK

24 03 2017

Die Fachärzte im MediPark Regensburg (insgesamt 90 Praxen, Institute, Therapeuten am zentralen Dienstleistungsstandort Gewerbepark) engagieren sich über ihre ambulante Arbeit hinaus regelmäßig für soziale oder gesundheitliche Ziele in der Region: Nachdem in den Vorjahren beispielsweise „Mütter in Not“, ein Nachsorge-Projekt der Initiative „Zweites Leben“ sowie die Leukämiehilfe Ostbayern e. V. unterstützt wurden, flossen nun 5355 Euro an den VKKK. Der 1989 von engagierten Bürgern in Lappersdorf ins Leben gerufene „Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kindern Ostbayern e. V.“ finanziert sich aus privaten Spenden sowie Beiträgen von 1200 Mitgliedern.

Der Sprecher des MediPark-Netzwerks im Gewerbepark Regensburg, Dr. Gerhard Ascher (Orthopädie), sowie die Beiräte Dr. Erich Gahleitner (HNO) und Dr. Richard Häusler (Gynäkologie) überreichten dem VKKK-Vorsitzenden Prof. Dr. med. Franz-Josef Helmig den Scheck. Ausgewählt wurde die Initiative anlässlich des jüngsten Treffens der Ärzteschaft (www.medipark-regensburg.de). Dieser Dialog wird seit langem von Gerhard Bosch (Apotheke im Gewerbepark) koordiniert.

Dank der Zuwendung kann der VKKK mehr „Herzenswünsche“ kranker Kinder erfüllen. So ermöglicht der gemeinnützige Verein zum einen mit jährlich 11 000 Übernachtungen im 2010 realisierten Elternhaus am KUNO-Trakt des Universitätsklinikums Regensburg die in Akutphasen unverzichtbare Nähe zu Eltern oder Geschwistern. In den Gebäudeunterhalt, die Verwaltung der 26 Apartments sowie die Verpflegung der Gäste fließen erhebliche Teile des VKKK-Budgets, da die Kassen nur pauschal Kosten erstatten. Zum anderen bezuschusst der VKKK Musik- und Spieltherapien, Besuche der Klinik-Clowns, Familientage, Faschingsfeiern oder beispielsweise auch medizinisch angeratene Umgestaltungen von Kinderzimmern nach oft langen Klinikaufenthalten. Zur Abwechslung im Klinikalltag werden zudem gemeinsame Theater- oder Zoobesuche der kleinen Patienten arrangiert. Prof. Helmig: „Die Kinder brauchen diese private Zuwendung abseits aller Kassenregelungen.“

Auf den Krebsstationen der zentralen Einrichtung KUNO (Kinder-Universitätsklinik für Ostbayern / höchste medizinische Versorgungsstufe) werden, so verdeutlichte er,  Jahr für Jahr 65 bis 70 neue Fälle aufgenommen. Deshalb müssen von der onkologischen Ambulanz bis hin zu Sozialfonds für Familien nachhaltige Begleitprogramme gewährleistet sein. 65 Prozent der Betroffenen nehmen diese ehrenamtliche Hilfe dankbar an. Insgesamt betreut der VKKK derzeit etwa 350 Familien.

Wer sich persönlich mit engagieren will, findet Kontakte und Infos unter www.vkkk-ostbayern.de. Die Spendenkonten:
Sparkasse Regensburg DE49 7505 0000 0051 1046 36
Volksbank Regensburg DE59 7509 0000 0000 0500 40



Business Campus Unterschleißheim fördert mehrere Sozialprojekte

23 02 2017

Gemeinsam aktiv. (v. r.): Astrid Herrmann, Fachdienstleitung Caritas-Alveni-Flüchtlingssozialdienste, Kirsten Josefczak (Projektleitung) sowie Ingeborg Hilger vom Unterschleißheimer Tisch mit Stephan Hof, Geschäftsführer Business Campus Management GmbH. Foto: honorarfrei/S. Schnabrich

Mieteinnahmen aus Container-Unterkünften für Flüchtlinge fließen an Unterschleißheimer Tisch und weitere Organisationen

Der Business Campus in Unterschleißheim spendet die sechsstelligen Einnahmen aus der Vermietung von Containern für die Flüchtlingsunterkunft in der Kommune an soziale Einrichtungen. „Als der Flüchtlingszustrom 2015/16 besonders stark war, haben der Landkreis München und die Stadt Unterschleißheim angeklopft, ob wir nicht Büro-Container auf dem früheren Airbus-Areal als Flüchtlingsunterkunft bereitstellen könnten. Und wir haben gern geholfen, weil wir langfristig investieren und uns an allen Standorten der DV Immobilien Gruppe auch gesellschaftlich einbringen möchten“, erklärte jetzt Stephan Hof, Geschäftsführer der Business Campus Management GmbH rückblickend bei einer Gesprächsrunde mit Fachkräften sozialer Institutionen. „Allerdings wollten wir davon nicht profitieren, sondern vielmehr gemeinnützige Organisationen stärken.“ Zugute kommt dies der Arbeit der Caritas-Sozialdienste für Flüchtlinge, der Blindenschule, dem Jugendsport vor Ort und nicht zuletzt dem „Tisch“, der Mitbürger mit Lebensmitteln unterstützt.

Insgesamt kamen bis zur mehrmals aufgeschobenen Schließung der provisorischen Unterkunft sechsstellige Einnahmen – sprich: Spendengelder – zusammen. „Wir haben die Mieten für die Flüchtlingsunterkunft dem Staat bewusst nicht einfach geschenkt, sondern wollten sicherstellen, dass diese Gelder letztlich sozialen Initiativen in der Region zu Gute kommen“, betonte Hof.
Jetzt allerdings müssen die Bürocontainer abgebaut werden, um Platz zu schaffen für die Entwicklung des Business Campus München: Unterschleißheim. An dem komplett neu überplanten Standort sollen unter anderem ab 2017/18 um die 2000 BMW-Ingenieure auf Nutzflächen von 47 000 m2 elektrisch angetriebene, autonom fahrende und komplett vernetzte Modelle entwickeln.

Für Betroffene verändern 30 Euro pro Woche viel
„Wir waren sprachlos angesichts der großzügigen Spende“, sagte Kirsten Josefczak, Projektleitung des Unterschleißheimer Tischs, den die Caritas-Dienste im Landkreis München organisieren. Mit ihrer Kollegin Ingeborg Hilger verdeutlichte die Sozialpädagogin, wie wichtig private Hilfen sind. Beim Aufbau des Tisches im Jahr 2005 wurden 30 Haushalte in der größten Landkreis-Kommune mit Lebensmitteln versorgt. Inzwischen holen 125 Haushalte mit 150 Erwachsenen und 60 Kindern jeweils freitags Brot, Obst, Gemüse und andere Waren ab. Der Einsatz von 40 Freiwilligen, wöchentliche Zulieferungen durch 26 Firmen sowie vieler Geldspenden machen es möglich, dass Bedürftige oft nur Grundnahrungsmittel wie Milch, Mehl oder Nudeln zukaufen müssen. Die Ersparnis von durchschnittlich 30 Euro pro Woche schafft bescheidene Spielräume für Strom, Handy, Schuldentilgung, eine kulturelle Teilhabe…

Speziell zu Ostern, zum Schuljahresbeginn oder vor Weihnachten gingen zwar ausreichend Spenden ein, doch auch zwischen diesen Schwerpunkten „benötigen wir Zuwendungen für bedürftige Menschen, die nicht zum Tisch kommen: für Fahrkarten, Medikamente, Anschaffungen, die Sicherung von Wohnraum oder kleine Extras für Kinder“, appelliert die Caritas. Besonders bedroht bleiben Familien mit mehr als drei Kindern, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Senioren, Beschäftigte in Niedriglohngruppen und Menschen mit Migrationshintergrund oder Bildungsdefiziten. Selbst das soziale Netz sichere oft ein normales Leben nicht mehr: Es fehle einfach an Geld für Kleidung, Zahnersatz, Brillen, auch für gelegentliche Café- oder Kino-Besuche. Ein Negativ-Beispiel: Obwohl Bildung vor Arbeitslosigkeit und Altersarmut schützt, deckelt die Politik den entsprechenden Anteil am Hartz-IV-Regelsatz (404 Euro) bei 1,54 Euro – im Monat.

„Es ist toll, dass wir die Spenden des Business Campus flexibel einsetzen können und nicht innerhalb eines Jahresbudgets ausgeben müssen“, freuen sich die Vertreterinnen des Unterschleißheimer Tisches ebenso wie Astrid Herrmann, Fachdienstleitung bei den Caritas-Alveni-Flüchtlingssozialdiensten. Herrmann vertraut auf situationsbezogene, pragmatische Ansätze in der Flüchtlingsberatung und -begleitung. „Im Vordergrund stehen die Integration der Menschen und die Kommunikation.“ So seien vom Business Campus rückerstattete Mieten zum Beispiel für Medikamente, Schulungsräume, Schulbücher, Dolmetscher oder als Unterstützung der Ratenzahlungen an Verkehrsbetriebe genutzt worden. Zugleich entstanden Gruppen- und Schulungsräume in der Gemeinschaftsunterkunft in der Siemensstraße, wo nun die meisten Flüchtlinge in Unterschleißheim leben.
Dort wurde unter anderem ein Fest arrangiert, damit sich Bewohner und Nachbarn kennenlernen und Verständnis füreinander entwickeln. Ein weiteres Beispiel: Auf dem früheren Airbus-Areal hatten die Helfer ein W-LAN-Netz organisiert. „Das ist für die Jobsuche anerkannter Flüchtlinge wichtig.“ Astrid Herrmann wirbt für diese Idee: „Ideal wären Hotspots, die für alle nutzbar sind – natürlich auch für alle Bürger.“

230 Flüchtlinge sind mittlerweile umgezogen
Da die Container-Lösung von Anfang an befristet war, hat das Landratsamt im Januar 180 Bewohner nach Unterhaching umgesiedelt, während 59 weitere Betroffene in Unterschleißheim bleiben. Sie zeigten eine besondere Integrationsbereitschaft oder sind auf kontinuierliche medizinische Hilfe vor Ort angewiesen.
Viele Flüchtlinge haben schon ihre Sprachprüfung bestanden, wobei in einem Fall sogar die Kenntnisse für ein Studium bestätigt wurden. Einige Familien haben regulären Wohnraum bezogen, andere Jobs oder Ausbildungsplätze gefunden und dabei teils lange Wege akzeptiert. Das Problem kenne jeder, der in der Metropolregion Wohnraum suche. „Es gibt einfach zu wenig.“ Zumindest der Landkreis halte aber feste Flüchtlingsunterkünfte für zehn Jahre vor, so könne der Engpass etwas abgefedert werden.

Die Hilfsorganisationen arbeiten daran, keine neuen Rivalitäten aufbrechen zu lassen: etwa zwischen anerkannten und nicht anerkannten Flüchtlingen, wobei der unklare Status oft quer durch die Familien Probleme auslöst. Zugleich muss jenen, die am Rand unserer Gesellschaft leben, glaubhaft vermittelt werden, dass niemand benachteiligt wird. Umso mehr hoffen die Caritas-Teams, dass die Aktion des Business Campus weitere Spender in ihrem sozialen Engagement bestärkt.



Business Campus München : Garching wächst – pbb ab 2019 als neuer Mieter

8 02 2017
Die pbb Deutsche Pfandbriefbank (pbb) wird ihre Zentrale künftig am Parkring im Business Campus ansiedeln

Die pbb Deutsche Pfandbriefbank (pbb) wird ihre Zentrale künftig am Parkring im Business Campus ansiedeln

Der zur DV Immobilien Gruppe gehörende Standort in der Universitätsstadt Garching bei München begrüßt ein weiteres erfolgreiches Unternehmen: Die pbb Deutsche Pfandbriefbank (pbb) wird ihre Zentrale künftig am Parkring ansiedeln. Der Vertrag zur Anmietung von ca. 14.000 m² wurde gestern unterzeichnet. Die Räume für rund 550 Mitarbeiter/-innen der pbb sollen im Sommer 2019 bezugsreif sein. Die Deutsche Pfandbriefbank AG ist eine führende europäische Spezialbank für die Immobilien- sowie die öffentliche Investitionsfinanzierung.

Das Institut hat sich für ein „Haus-in-Haus-Konzept“ im Komplex Parkring 28 – 32 entschieden, der ab dem Frühjahr 2017 entsteht. Die multifunktionalen Flächen in einem eigenen Gebäudeflügel, die zeitgemäßen Bürolösungen entgegen kommen, werden individuell gestaltet.

Weitere Aufwertung des Standorts
Im Business Campus haben bereits mehr als 110 Unternehmen/Institutionen über 5.500 Arbeitsplätze eingerichtet. Die jüngste Entscheidung des Garchinger Stadtrats zur Arrondierung des Business Campus-Areals mit der Ausweitung der Baurechte auf 264 000 m2 ermöglichen weitere Zukunftsinvestitionen. So wird die Ansiedlung eines Business-Hotels zwischen der Münchener City und dem Airport sondiert. Nach den Planungen der DV Immobilien Gruppe soll zudem ein 60 Meter hoher Büroturm als Blickpunkt für die vorteilhafte Lage vor Münchens Toren stehen.



Euro Rastparks: Das an VEDA-Standards orientierte Sicherheitskonzept greift

17 01 2017

Der Terroranschlag in Berlin mit einem geraubten Sattelzug hat die Öffentlichkeit auf erschütternde Weise dafür sensibilisiert, dass über die Sicherheit im Transportgewerbe nachgedacht werden muss. Die Todesfahrt über einen Weihnachtsmarkt ist fraglos ein Extrembeispiel, doch mehr Schutz für Fahrer und Fracht scheint generell geboten. Zumal sich an Europas Autobahnen eine spezielle Form der Kriminalität breit macht: der Diebstahl wertvoller Lkw bzw. Ladung. Durchschnittlich eine Million Euro pro Arbeitstag bezahlen deutsche Versicherer allein für verschwundene Fracht. Hinzu kommen Sachschäden sowie nicht zuletzt die Gefährdung und Verunsicherung vieler Berufskraftfahrer.

„Der Effekt gibt uns recht“

Dieser teils organisierten Kriminalität setzen wichtige Mitglieder der VEDA (Vereinigung Deutscher Autohöfe e. V.) wie die Euro Rastpark-Gruppe (derzeit 18 Standorte) eine neue Sicherheitsstrategie entgegen: „Premium“-Parkplätze mit bezahlbarer Überwachungstechnik. „Seit dem Start dieser Initiative hat sich die Zahl der Übergriffe massiv verringert“, berichtet Johannes Witt, Geschäftsführer der Euro Rastpark GmbH & Co. KG (Regensburg) in einer ersten Zwischenbilanz. „Während zum Beispiel an unserem Autohof Theeßen an der Osteuropa-Route A 2 früher bis zu neun Delikte pro Woche von der Polizei erfasst wurden, geht seit der Umrüstung des Parkplatzes im April 2016 die Zahl der Delikte gegen Null.“ Ähnliche Trends zeigten sich an weiteren Euro Rastparks.

An diesen sieben Standorten haben die Regensburger Autohof-Entwickler bereits investiert:

Achern (A 5), Guxhagen (A 7), Himmelkron (A 9),
Schweitenkirchen (A 9), Theeßen (A 2), Waldlaubersheim (A 61) und Werneck (A 70).

In der Folge ist etwa am Euro Rastpark Schweitenkirchen an der stark frequentierten Autobahn München-Nürnberg kein einziger Diebstahlsversuch mehr aufgefallen. Witt: „Wir setzen nicht auf teure Bauten, sondern auf pragmatische, kurzfristig wirkende Aufklärungs- und Abschreckungsmaßnahmen wie beschrankte Zufahrten, optimale Beleuchtung und lückenlose Dokumentation aller Fahrzeug- oder Personen-Bewegungen. Und der Effekt gibt uns recht.“

Kein Kraftstoff-Diebstahl mehr

„Ich möchte die Premium-Plätze nicht mehr missen“, bestätigte Björn Lang, Betreiber des Autohofs in Achern, aus seiner täglichen Praxis gegenüber „baden online“. Es habe zuletzt keinen einzigen Fall von Kraftstoff-Diebstahl mehr gegeben. Der mittelständische Unternehmer: „Heutzutage ist die Straße das Lager.“ Permanent sei wertvolle Ware auf Achse. Irgendwann allerdings müssten die Fahrer zwangsläufig Pausen einlegen – und dann sei die Fracht potenziell gefährdet.
Während namhafte Logistiker vor „gefährlichen“ Routen lange nur warnen konnten, steuern sie nun aktiv „Premium“-Parkplätze an. „Manche Speditionen erstatten ihren Fahrern die Gebühr von vier Euro pro Tag zwar noch nicht, aber auch das wird sich ändern“, ist Witt überzeugt, „sobald sich die Einsicht durchsetzt, dass mehr Schutz und Komfort für Fahrer und Fracht zum Standard im Transportgewerbe gehören und auch die allgemeine Verkehrssicherheit deutlich erhöhen.“



BMW startet Offensive “Autonomes Fahren” im Business Campus Unterschleißheim

21 12 2016

Die Vermietung der multifunktionalen Flächen für Büro, Dienstleistung sowie Forschung & Entwicklung im neuen Business Campus München : Unterschleißheim beginnt mit einem Großprojekt: Die BMW Group (München) wird ihre Kompetenzen in den Bereichen Autonomes Fahren/Vernetzung auf dem früheren Airbus-Areal konzentrieren. Dazu sollen insgesamt 47 000 m2 belegt werden, wie Business Campus-Geschäftsführer Stephan Hof aufschlüsselt: rund 32 000 m2 in bestehenden Büros und 15 000 m2 in einem Neubau. Bereits ab Sommer 2017 werden an dem neuen Standort mit integrierten Servicestrukturen – entwickelt von der DV Immobilien Gruppe (Hauptsitz Regensburg) – die ersten BMW-Teams ihre Arbeit aufnehmen. Zug um Zug soll die Belegschaft auf mehr als 2000 Ingenieure und Software-Spezialisten anwachsen. Insgesamt sind im Business Campus auf Nutzflächen von voraussichtlich 200 000 m2 um die 4000 Jobs absehbar. 

Nachstehend die offizielle BMW-Pressemitteilung im Wortlaut:

“2021 soll der BMW iNEXT auf die Straßen kommen. Autonom fahrend,
elektrisch und voll vernetzt. Eine ganze Palette hochautomatisiert fahrender Modelle
aller Marken der BMW Group werden ihm folgen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird
die BMW Group ihre Entwicklungskompetenzen für Fahrzeugvernetzung und
automatisiertes Fahren in einem neuen Campus in Unterschleißheim bündeln.
Über 2000 Mitarbeiter sollen im Endausbau am neuen Standort von der
Softwareentwicklung bis hin zur Straßenerprobung die nächsten Schritte zum
vollautomatisierten Fahren entwickeln. „Der Weg zum vollautonomen Fahrzeug ist
eine Chance für den Automobilstandort Deutschland. Die Entscheidung, diese
Fahrzeuge im Großraum München zu entwickeln und auf den Straßen zu erproben,
verdeutlicht, wie die BMW Group und die ganze Region von diesem Wandel in der
Automobilbranche profitieren können“, erklärt Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand
der BMW Group.

Agilität ist Kernkompetenz

Ab Mitte 2017 werden in Unterschleißheim alle Kompetenzen zusammengeführt, die
derzeit über verschiedene Standorte verteilt sind. “Um erfolgreich zu sein, etablieren
wir im Rahmen von „project i 2.0“ neue Formen der Zusammenarbeit: kleine
Fachteams, die wie Schnellboote agieren, unternehmens-übergreifende
Zusammenarbeit sowie hohe individuelle Entscheidungskompetenz“, erklärt
Fröhlich. Agile Teams, kurze Wege – und vor allem kurze Entscheidungswege –
werden die neuen Arbeitsstrukturen prägen. Im neuen Campus kann der Softwareentwickler
seinen gerade geschriebenen Code sofort und mit wenigen Schritten im
Fahrzeug testen. „Wir vereinen die Vorteile eines Start-ups wie beispielsweise
Flexibilität und Schnelligkeit mit denen eines etablierten Unternehmens, also
Prozesssicherheit und Industrialisierungskompetenz“, erklärt der Entwicklungsvorstand.
„Der zukünftige Entwicklungsstandort für autonomes Fahren befähigt uns,
bis 2021 den BMW iNEXT, den ersten autonom fahrenden BMW, auf den Markt zu
bringen“, so Fröhlich. Schon ab 2017 will die BMW Group dafür hochautomatisiertes
Fahren auch im städtischen Umfeld erproben – in München.

„Wir programmieren selbst.“

Derzeit arbeiten rund 600 Mitarbeiter der BMW Group an der Entwicklung des
hochautomatisierten Fahrens. Ein großer Teil davon sind Softwareentwickler –
Tendenz steigend. „Wir programmieren hier tatsächlich noch selbst und können
unsere Ideen eigenverantwortlich umsetzen“, erklärt André Müller, Softwareentwickler
im Team autonomes Fahren. „Wir nutzen neueste Technologien wie ROS
(Robot Operating System) und können die Ergebnisse schnell und direkt im
Fahrzeug erleben. Das macht es extrem spannend, an einem so bedeutenden
Zukunftsthema mitzuarbeiten.“

André Müller sucht neue Kollegen. Mit dem Campus
in Unterschleißheim wird die BMW Group die Entwicklung hochautomatisierter
Fahrzeuge weiter ausbauen und sucht IT-Spezialisten und Softwareentwickler in den
Bereichen künstliche Intelligenz, Machine Learning und Data Analysis.
Alle derzeit offenen Stellen und Informationen über den Einstieg bei der BMW Group
findet man unter bmw.jobs/karrierewebsite. Mehr über seine Arbeit erzählt
Softwareentwickler André Müller im Interview auf bmw.jobs/facebookinterview.”



Der neue Business Campus Newsletter “netzwerk” ist da!

19 12 2016

Business Campus Newsletter Dezember 2016Infos, Meinungen, Trends… Alles was in und rund um den Business Campus München : Garching geschieht, nachzulesen im aktuellen Newsletter “netzwerk” (Ausgabe 13 / Dezember 2016)!



Mehr Sicherheit für Fahrer und Fracht an immer mehr Euro Rastparks

8 12 2016

VEDA-Konzept gegen Ladungsdiebstahl: Standorte des privaten Marktführers bei der Autohof-Entwicklung werden Zug um Zug in das neue Netz „Premium Truck-Parking“ eingebunden

Durchschnittlich eine Million Euro pro Arbeitstag bezahlen deutsche Versicherer für verschwundene Lkw-Ladungen. Sogar 1,5 Milliarden sind jährlich fällig, rechnet man Sachschäden sowie von ausländischen Gesellschaften ersetzte Verluste mit ein. Europaweit sind es alarmierende acht Milliarden – bei hohen Dunkelziffern. Um diese teils organisierte Kriminalität einzudämmen, entwickeln die privaten Autohöfe jetzt ein Netz an Premium-Parkplätzen. In diese Initiative sind aktuell sechs Euro Rastparks eingebunden: Achern (A 5), Guxhagen (A 7), Himmelkron (A 9), Schweitenkirchen (A 9), Theeßen (A 2) und Waldlaubersheim (A 61). Weitere Standorte sollen folgen.

Gut ausgeleuchtete Stellplätze, lückenlose Video-Aufzeichnung mit Speicherung für sieben Tage, Registrierung aller Bewegungen an den Schranken, Dokumentation der Zu- und Abfahrtszeiten, rund um die Uhr Ansprechpartner im Autohof-Shop… Das sind einige der Sicherheitsmerkmale, auf die Berufskraftfahrer künftig an immer mehr internationalen Fernverkehrsrouten vertrauen können.

„Jeder Täter wird gesehen und erkannt“

„Wir setzen nicht auf kostspielige Hochsicherheitszonen, sondern vor allem auf Abschreckung und Aufklärungshilfe“, erklärt Johannes Witt, Geschäftsführer der Euro Rastpark-Gruppe mit derzeit 18 Standorten, das Konzept (Premium bzw. Quality Parking). „Dazu leuchten wir alle Ecken und Zugangswege aus. Jeder, der Fracht oder Trucks entwenden will, muss davon ausgehen, dass er anhand der Aufzeichnungen identifizierbar ist. Auch Kennzeichen lassen sich ablesen. So konnten schon Täter an der Grenze gestoppt werden, die LED-Monitore im Wert von mehr als 100 000 Euro auf Sprinter umgeladen hatten und schnell außer Landes schaffen wollten.“ Das Beispiel ist typisch: Geklaut wird teure, leicht absetzbare Ware: TV, PC, Handys… Teils „bestellen“ Hehler die heiße Ware.
Deshalb setzt die VEDA (Vereinigung Deutscher Autohöfe e. V.) neue Standards mit dem Premium-Zertifikat. Schon 2017 soll es etwa 20 entsprechende Parkplätze geben, neben Euro Rastparks beispielsweise Autohof24-Stationen. Sechs Rastparks sind bzw. werden bereits umgerüstet. Auch Betriebe, die nicht VEDA-Mitglied sind, sind willkommen. Das bietet sich besonders in Bundesländern mit vielen Tatorten an: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt…

Qualitätsbewusste Spediteure ziehen mit

Manche Trucker mit knappen Budgets lehnen Sicherheitszuschläge zwar ab, doch grundsätzlich kommt die Aktion internationalen Logistikern wie Kühne + Nagel genauso entgegen wie nationalen oder regionalen Spediteuren. Die Resonanz in der Transportbranche und bei Versicherern ist generell gut. Schließlich ist der Präventionsaufwand gemessen am potenziellen Schaden gering: Vier Euro pro Nacht sind ein tragbarer Betrag für mehr Sicherheit und Komfort.
Verantwortungsbewussten Transportunternehmen geht es nicht zuletzt um den Schutz und die Gesundheit ihres Personals, zumal ohnehin zuverlässige Fahrer fehlen. Studien deuten darauf hin, dass seit 2006  jeder sechste Trucker unliebsame Erfahrungen mit organisierten Banden machen musste. Nun können sich Fahrer/-innen bei Pausen bzw. Übernachtungen ein Stück sicherer fühlen.

Autohöfe ebnen auch Wege für E-Mobilität

Nicht nur mit dieser Kriminalitätsvorbeugung löst die Euro Rastpark-Gruppe ihr Versprechen ein: „Wir sind Dein guter Stern an der Autobahn.“ Ein flächendeckendes Netz an Schnellade-Stationen für alle Elektroautos ist bereits installiert. „Während an den Raststationen der Ausbau sehr langsam vorangeht und unverhältnismäßig teuer ist, sind wir als Euro Rastpark Gruppe mit anderen  Autohöfen in Deutschland vorangegangen und haben umgesetzt, wovon andere nur sprechen. Für Schnellade-Einrichtungen eignen sich die Autohöfe ohnehin besser als die vom Steuerzahler subventionierten Raststätten.“
Aktiv im Lärm- und Umweltschutz werden die Euro Rastparks zudem mit Stromanschlüssen für Kühltransporter. „Damit die Diesel nicht dauernd laufen.“
www.eurorastpark.de

www.truck-parking.com



Eine Eins vor dem Komma für das Brücken-Center und das Donau-Einkaufszentrum

3 11 2016

Zum sechsten Mal ist im Herbst 2016 der „Shopping Center Performance Report (SCPR)“ erschienen. Das Ranking der „Immobilien-Zeitung“ (IZ) und der Consulting-Gesellschaft „Ecostra“ bezieht immer mehr Einkaufszentren in Deutschland ein. Diesmal wurden rund 400 gelistet. Basis sind Angaben von Handelsketten, die an mehreren Standorten vertreten sind und so deren Attraktivität objektiver vergleichen können als Einzelmieter.  Zwar war erstmals auch die architektonische Qualität ein Thema, doch für die Platzierung der Häuser wurden nur Frequenz- und Umsatzdaten berücksichtigt.

Aus Sicht der DV Immobilien Gruppe (Hauptsitz Regensburg), die im Eigenstand große Business Parks, Einkaufszentren und Rastparks entwickelt, war die Tendenz wieder durchweg positiv: Sowohl das Brücken-Center Ansbach als auch das Donau-Einkaufszentrum Regensburg, das 2017 sein 50-jähriges Jubiläum feiern kann und damit zu den Pionierprojekten in Europas Handelslandschaft zählt, halten sich seit Jahren in der deutschen Spitzengruppe.

Ebenso gute wie aussagekräftige Noten

Das BCA hat sich heuer sogar sprunghaft auf den 19. Platz (1,92) verbessert, wobei mit zwölf Beurteilungen eine solide Datenbasis gegeben war. Offensichtlich lohnen sich die nachhaltigen Investitionen in die Qualität, beispielsweise die Integration des neuen Modehauses TC Buckenmaier, das mit seiner anspruchsvollen Marken-Präsentation zusätzliche Kunden anzieht. Eine weiter steigende Akzeptanz verspricht zudem die aktuelle Aufwertung der jetzt mit einem lichten Glasdach weitgehend wettergeschützten Außenpassage mit Fachgeschäften bzw. -märkten, neuen Gastronomie- sowie Kinderspiel-Zonen.

Mit einer ebenso überdurchschnittlichen Bewertung von 1,95 Punkten folgt dichtauf das Donau-Einkaufszentrum Regensburg auf Rang 21, wobei eine weitere Passage aus dem „Report 2016“ interessant ist:  Mit Blick auf die oftmals nur einstellige Zahl an Bewertungen argumentieren die Analysten: „Wem fünf Mieter-Noten zu wenig sind, um die Performance eines Einkaufszentrums zu beurteilen, der sollte sich jene Center ansehen, die von mindestens 20 Mietern bewertet wurden. Hier steht das „breuningerland“  (Sindelfingen) oben – gefolgt vom Donau-Einkaufszentrum…“

Mehr Neueröffnungen als Schließungen geplant

Bemerkenswert ist nicht zuletzt folgende Feststellung der „Immobilien-.Zeitung“: „Es zeigte sich auch, dass der filialisierte Handel trotz der Herausforderung durch den E-Commerce unverändert expansiv eingestellt ist. Die SCPR-Teilnehmer wollen innerhalb der kommenden zwölf Monate 1084 Geschäfte eröffnen, aber nur 474 schließen…“

www.bc-ansbach.de

www.donaueinkaufszentrum.de